Robert Baden-Powell

Robert Stephenson Smyth Baden Powell, 1. Baron Baden Powell of Gilwell, wurde am 22. Februar 1857 in London geboren und starb am 8. Januar 1941 in Nyeri, Kenia.

Bereits in seiner Kindheit weckte sein Großvater in ihm die Abenteuerlust und die Freue an der Natur. Als dieser starb, unternahm Robert zahlreiche Streifzüge durch die Armenviertel der Stadt und lernte so das Leid und das Elend dieser Menschen kennen. Der damals 8-jährige erkannte, dass die Bewohner der Armenviertel sich hauptsächlich durch die Kleidung von den anderen zu unterscheiden schienen. Dies wollte er ändern, und dies war einer der wichtigsten Faktoren für die Entscheidung, die Pfadfinderkluft einzuführen.

Während seiner Schulzeit nutze Robert jede freie Minute, um Spuren von Tieren zu suchen und den Wald kennen zu lernen. In den Ferien campte er oft mit Freunden. Auch wenn er kein herausragender Schüler war, so hatte er eine tragende Rolle als Schauspieler, und beim Fußball. Hier konnte man auf ihn nicht verzichten. Übrigens konnte Robert sowohl mit links als auch mit rechts gleich gut zeichnen und schreiben. Als er nach der Schule nicht an der Universität Oxford angenommen wurde, meldete er sich bei der Militärakademie Sandhurst.

Viele Jahre dienter er da als Kavallerie-Offizier in verschiedenen Krisengebieten und Bürgerkriegen.

Am 7. Mai 1910 ging Baden-Powell offiziell in Pension. Erst 1907 fand er genug Zeit, seine langgehegte Idee einer Jugendpfadfindertruppe umzusetzen. Er selbst war Mitglied verschiedener Jugendgruppen, stellte allerdings sehr schnell fest, dass diese nicht seinen Vorstellungen entsprachen.

Insgesamt schrieb Baden-Powell 34 Bücher, das wohl bekannteste, und gleichmit eines der bedeutendsten Pädagogischen Werke des 20. Jahrhunderts, ist „Scouting for Boys“. 
Dieses schrieb der nach seinem ersten Zeltlager auf der Insel Brownsea.

Bereits 1920 fand der erste Jamboree (Weltpfadfindertreffen) in London statt. Insgesamt 8.000 Pfadfinder aus 34 Nationen nahmen daran Teil. Beim Jamboree 1929 waren es bereits 50.000 Pfadfinder aus 72 Ländern.

Kurz vor seinem Tod am 8. Januar 1941 im Alter von fast 84 Jahren, schrieb er einen letzten Brief an die Pfadfinder. Hier hinterließ er Ihnen die bis heute wichtigsten Sätze : „But the real way to get happiness is by giving out happiness to other people. Try and leave this world a little better than you found it…“, auf Deutsch : „Doch der wahre Weg, Glück zu erlangen, besteht darin, andere Menschen glücklich zu machen. Versucht, die Welt ein bisschen besser zurückzulassen, als ihr sie vorgefunden habt.“
– Robert Baden-Powell

Auf dem Friedhof von Nyeri wurde er bestattet, viele Pfadfinderinnen und Pfadfinder kamen zu diesem Ereignis. 6 Scoutmaster trugen den Sarg, es wurde keine große Rede gehalten, lediglich ein Trompeter spielte sein Instrument. Auf dem Grabstein von Baden Powell befindet sich ein Kreis mit einem Punkt darin. Dieses Symbol ist eines der internationalen, allen Pfadfindern bekannten Wegzeichen, mit denen sie sich über alle Sprachbarrieren hinweg verschlüsselte Nachrichten geben könnten. Diese Nachricht bedeutet :“Ich habe meine Aufgabe erfüllt und bin nach Hause gegangen.“